Drusenfluh Südwand – „Schwarzer Diamant“

Die Linie des „Schwarzen Diamanten“ läuft direkt durch die kompakte, schwarze Wandzone im zentralen Bereich der Drusenfluh Südwand. Kletterei vom Feinsten…

 

ROUTENINFOS

Gebirge:

Rätikon

Gipfel:

Drusenfluh Westgipfel, 2730m

Exposition:

Süd

Route:

„Schwarzer Diamant“

Name:

Die Route zieht im oberen Wandteil durch einen schwarzen, stark vom Wasser zerfressenen Plattengürtel.

Der Fels ist herrlich kompakt und teilweise sehr rau. Ein Diamant für Kletterer.

Länge:

Ca. 500m, 14 Seillängen

Schwierigkeitsgrad:

7a+ (Vorschlag)

6c+  obl. –  persönliche Einschätzung deshalb ein Vorschlag.

Die Route ist in Bezug auf die Gesamtanforderung sicherlich anspruchsvoller als die links und rechts nebenan führenden Kletterlinien.

Charakteristik:

Hervorragende Kletterei in herrlichem Kalkfels. Bestimmt eine der schönsten Linien im gesamten Südwand Bereich des Westgipfels. Mein großer Respekt gilt den Entdeckern dieser eindrücklichen Freikletter Linie mitten durch den schwarzen Plattenpanzer, Linie, M. Ruf und Jörg Nuber.

Absicherung:

Die Kletterei ist für Rätikon Verhältnisse gut mit Bohrhaken ausgerüstet. In den leichteren Seillängen (bis 6a+) muss dennoch einige Meter über den Haken geklettert werden. Kein Plaisier!

Deswegen sollte ein Satz kleine bis mittlere Friends/Cams am Gurt hängen.

Zustieg:

Vom Parkplatz des „Grüscher Älpli“ folgt man zu Fuß dem schlechten Fahrweg bis zur Melkstation und weiter rechts hinauf bis zur Alp Drusa. Nun steht man unmittelbar vor der Drusenfluh Südwand. Zuerst auf einem Weg bis zur sichtbaren Anhöhe. Danach direkt über Wiesen und Geröll bis zum Einstieg.

Grüscher Älpli – Einstieg ca. 60 Minuten.

Abstieg:

Es besteht die Möglichkeit über die Route abzuseilen. Dies ist jedoch nicht immer ganz einfach.

Alternativ kann über den Normalweg recht einfach nordseitig bis zum Schweizer Tor absteigen. Dach geht es über den Weg bis zum Parkplatz am Grüscher Älpli.

Prädikat:

Sehr empfehlenswert!

Führermaterial:

Topoführer Rätikon Süd erschienen im Panico Verlag.

Anmerkung:

Erstbegeher bis in den Plattensektor: M. Ruf und Jörg Nuber im Jahr 2000

Vollendung der Route: Walter Hölzler mit Gef. in den Jahren 2013 bis 2015

Kommentare der ersten Wiederholer:

Tausend Dank für die tolle Tour. Wirklich umsichtig gebohrt. Vielleicht hätte man den allerersten Haken etwas früher und in der letzten Seillänge noch 1-2 unterwegs setzen können. Aber wie gesagt: Traum Tour. Hat wie du schreibst absolut das Zeug zum Klassiker. Keep on bolting!

Anyhow: Tolle Tour, tolle Arbeit und als Feedback: die drei schweren Längen von unten nach oben würde ich mit 7a+, 7a, 7b bewerten. Und die obere 6c+ vlt nur mit 6c.

Hallo Walter
Der schwarze Diamant war genial. Sensationeller scharfer Rätikon-Kalk.
Bis zum Überhang ging auch alles onsight – beim Überhang hab ich nach der Lösung gesucht. 7a klappt normalerweise gut, aber die Seillänge hat uns gefordert.
Die Tour werd ich im September mit nem Freund nochmals machen.

Kletterführer:

Rätikon Süd erschienen im Panico Verlag