Zugspitze – Eisenzeit

Die kombinierte Klettersteig/Kletterroute „Eisenzeit“ führt durch die Nordwand der Zugspitze auf den 2962m hohen Gipfel (höchster Berg Deutschlands). Im unteren Wandteil folgt man dem Weg der Erbauer, der ab 1928 in den Fels geschlagenen Eibsee Zahnradbahn. Viele historische Gegenstände weisen auf die vierjährige und sehr harte Arbeit in der damaligen Zeit.

Die größten Schwierigkeiten der gesamten Strecke stellte der Bau des 4,2 Kilometer langen Zugspitztunnels im dritten Abschnitt zwischen Riffelriss und Schneeferner dar. Dazu wurden als Vorarbeiten im Sommer 1928 das gesamte Gebirgsmassiv vermessen und ab Herbst 1928 mehrere Hilfsseilbahnen errichtet. Der Vortrieb des Tunnels konnte so von fünf Stellen gleichzeitig begonnen und am 8. Februar 1930 mit dem Durchbruch zum Schneeferner abgeschlossen werden. (Wikipedia)

Im oberen Wandteil wurde vom Bergführer Michi Gebhard und Kollegen im Jahr 2013 eine leichte Kletterroute bis zum Grat Abschnitt auf 2650 m entdeckt und eingerichtet, so dass nun die gesamte Wand durchstiegen werden kann.

 

TOURENINFOS

Gebirge:

Wettersteig Gebirge

Gipfel:

Zugspitze, 2962m

Route:

Nordwand, „Eisenzeit“

Kletterlänge bis zum Ausstieg der Route:

Ca. 1200m + 400m am Höllental Klettersteig.

Schwierigkeitsgrad:

-IV (UIAA)

Die Route ist kein klassischer Klettersteig!

Zeitbedarf für die Kletterroute bis Gipfel ohne Zustieg:

4 – 7 Std.

Charakteristik:

Außergewöhnlich interessante Routenführung durch die gewaltige Nordwand der Zugspitze.

Die Kletterei ist nicht sonderlich schwierig, aber dennoch herausfordernd, weil lang und in Abschnitten brüchig.

Absicherung:

Die Route ist im unteren Teil mit 90 Jahre alten Stahlseilen versichert. Denen sollte man nicht mehr vertrauen.

Im oberen Teil wurden Markierungs- und Sicherungs-Bohrhaken in geringer Anzahl gesetzt.

Zustieg:

Von der Talstation der Eibsee Zahnradbahn über die markierte Skipiste zur Station „Riffelriss“, am Beginn der Tunnel. Gehstrecke ca. 4 Kilometer in 2 Std.

Mit der Zahnradbahn bis zur Station „Riffelriss“. Diese fährt jedoch sehr spät, so dass nur konditionsstarke und flotte Kletterer die bequeme Alternative nutzen können. Die letzte Talabfahrt vom Gipfel der Zugspitze muss am Ende der Berechnung stehen.

Abstieg:

Vom Gipfel der Zugspitze am gleichen Tag mit der Seilbahn zum Ausgangspunkt zurück.

Die DAV-Hütte „Münchner Haus“ ist lange im Voraus ausgebucht und sollte nicht als Option einkalkuliert werden.

Der Abstieg über den „Stopslzieher Klettersteig“ ist an selben Tag normalerweise nicht zu schaffen. Vom Gipfel bis zur Talstation ca. 2000 Höhenmeter.

Prädikat:

Historisch und landschaftlich empfehlenswert!

Tipps:

  • Wenn möglich nicht am Wochenende. Bei mehreren Seilschaften in der Route besteht eine akute Steinschlaggefahr in der gesamten Wand!
  • Nur bei trockenen und sicheren Wetter Bedingungen angehen.
  • Die Route ist nicht für Plaisier Kletterer geeignet.
  • Vorkenntnisse durch lange Kletter-/Klettersteig Begehungen sollten vorhanden sein.
  • Ein seilfreies Begehen von Kletterstellen im 2. – 3. Schwierigkeitsgrad wird dringend empfohlen. Viele Passagen sind nicht gut abzusichern.
  • Beim Abseilen vom Grat Ausstieg hinunter zum Höllental Klettersteig besteht akute Steinschlaggefahr! Deswegen sollten gute Abseilkenntnisse vorhanden sein.

Genaue Routenbeschreibung:

HIER

Voraussetzung für die „Eisenzeit“ mit mir als Bergführer:

Gute Alpin Kenntnisse in ähnlichen Touren, mit ähnlicher Länge.  Z. B. Zugspitze „Jubiläumsgrat“.

Begehen von Kletterstellen im Schwierigkeitsgrad 2 seilfrei.

Nur unter der Woche.

Preis:

Ab 480,- Euro Führer Gebühr für eine Person + Bahnkosten für den Bergführer.

Max. 2 Personen nach Absprache.

Kontakt:

HIER