ROUTENINFOS 

Routenname:  

Fallbachkopf Nordwand – „Fallbach-Wasserfall“

Gebiet:

Bregenzerwald (Vorarlberg)

Allgemeines: 

Der Fallbach-Wasserfall ist mit einer Kletterlänge von 700 Metern die längste durchgehende Eisroute Österreichs. Die Linie ist einzigartig und beeindruckend. Das Ambiente gleicht einer großen Alpinroute, die in ihrer Länge und Schwierigkeit durchaus manchen der bekannten Extremklassikern in den Westalpen vergleichbar ist. Bei guten Bedingungen kommt man durchaus schnell voran und ist in einigen Stunden auf dem Hochplateau der Fallbachkopfes. Doch wenn das Eis dünn und spröde ist und in einigen Passagen der Fels zu Tage kommt, dann sollte man die Stirnlampe nicht vergessen. Schnell verwandelt sich dadurch die steile Genusstour zu einer schwierigen Mixedkletterei mit teils problematischer Absicherung.

Talort:

Die Ortschaft Dalaas an der Schnellstraße von Bergenz in Richtung Arlbergpass. Kurz vor dem Arlbergpass die Ausfahrt Dalaas nehmen und auf der Bundesstraße ca. 2-3 Kilometer wieder talabwärts fahren. Kurz nach einer Brücke, der Eisfall ist gut zu sehen, sollte man eine sich Parkbucht suchen.

Zustieg: 

An der Straße durch das Gatter des Wildgeheges hindurch und dem Forstweg bis zu einem Bach folgen. Nun geht es entlang des vom Wasserfall ableitenden Baches bis zum Einstieg hinauf.

Gehzeit je nach Schneeverhältnissen 20 – 30 Minuten.

Route:

Die Route ist meist klar erkennbar. Direkt vom Einstieg geht es zwei Seillängen durch einen ca. 80 – 90 Grad steilen Eisvorhang. Danach wird es etwas flacher. Die nun direkt über der Route befindliche Kerze wurde auch schon durchstiegen, ist aber meist in schlechtem Zustand. Normalerweise geht es rechts herum durch Rinnen mit Steilaufschwüngen (mehrere Varianten, teils im Mixedgelände). Nach einem kurzen Links- Rechtsbogen gelangt man in den großen, von rechts unten nach links oben ziehenden Eisfall. Je nach Routenwahl gibt es dort Passagen bis zu 80 Grad Steilheit. Grundsätzlich fanden wir während unserer gesamten Durchsteigung (wenig Eis) kein wirkliches Gehgelände vor.

Lawinengefahr: 

Bei labiler Schneelage sind Teile des Abstieges lawinengefährdet

Abstieg: 

Bei Dunkelheit und viel Schnee nicht einfach zu finden!

Am Ende des Wasserfalles links hinauf zu Kamm im Wald. Nun nicht links hinunter sondern leicht nach rechts durch lichten Wald absteigen. Dabei sollte man sich immer an der Ortschaft Dalaas orientieren, dessen Häuser immer wieder auftauchen. Sobald man diese nicht mehr sieht und nur noch auf die Straße im Tal blickt, ist man zu weit links (Steilabbrüche!).

Nach einer gewissen Zeit erreicht man eine freie Fläche an dessen oberen Rand eine kleine Berghütte steht. Unterhalb dieser Hütte führt eine breite Rinne nach rechts unten. Diese verfolgt man. Bald schon tauchen Wegmarkierungen an den Bäumen auf. Als die Rinne immer steiler wurde verfolgten wir die Markierungen im Abstieg gesehen links der Rinne und erreichten nach ein paar steilen Querungen (mit Drahtseil gesichert) die oberen Häuser der Ortschaft Dalaas. Von hier könnte man einem Forstweg links hinunter Richtung Parkplatz folgen. Wir gingen rechts herum in den Ort und liefen am Rande der Bundesstraße zurück, da wir am Morgen von einem Jäger gebeten wurden das Wildfütterungsgebiet zu umgehen.

Ausrichtung:    Nord

Beste Jahreszeit: 

Januar bis Mitte März

Weitere Infos:  

Man sollte die Route nicht unterschätzen und die Eisausrüstung einer alpinen Hochtour mit sich führen. Wir fanden während unseres Anstieges 4 schlechte Normalhaken. Unsere Absicherung bestand aus Eisschrauben, Schlingen und zwei Keilen im Mixedgelände. Ein Rückzug könnte ein langes und Schwieriges Unternehmen werden.