Februar 2014

Alpinstil – Expedition 2014

 

Der Shivling im indischen Garhwal Himalaya gehört zweifelsohne zu den schönsten
Bergen der Welt. Nicht umsonst nennt man ihn auch „Matterhorn des Himalaya“.
Ein starkes Team unter der Führung der expeditionserfahrenen Bergführer Walter Hölzler
und Rainer Treppte vom DAV-Allgäu Immenstadt hat sich zum Ziel gesetzt über eine
neue Route durch die 1.600 Meter hohe Nordwand im Alpinstil zum Gipfel zu steigen.

 
Zeitraum:                                     Mai/Juni 2014

Expeditionsziel:                        Erstbegehung

Expeditionsart:                         Alpinstil

Kletterlänge:                              2500m

Schwierigkeiten:                      vermutlich M6+ Mixedkletterei, 85° im Eis, 6b im Fels

Kletterzeit in der Wand:       voraussichtlich 5 Tage

 

Der Shivling ist ein 6543 m hoher Berg im nordindischen Teil des Himalayas. Er liegt in der Gangotri-Gruppe Garhwal-Himalaya) im Bundesstaat Uttarkhand. Die markante Form gleicht einer steilen Pyramide und erinnert an das Walliser Matterhorn, weswegen der Berg auch als Matterhorn Peak bekannt ist. Aufgrund seiner wilden Form, verbunden mit der hohen Schwierigkeit einer Besteigung, ist der Shivling ein begehrtes Ziel unter Extrembergsteigern. Dennoch wird er eher selten erstiegen.

Gebietsinformation

Der Shivling liegt westlich des Gangotri-Gletschers, gegenüber der Bhagirathi-Gruppe. Nördlich entspringt auf rund 4000 Meter Höhe der „heilige Fluss“ Bhagirathi, welcher den größten Zufluss des Ganges bildet. Das mit Gaumukh bezeichnete Gletschertor des Gangotri-Gletschers gilt als Ganges-Quelle und ist Zielpunkt eines bekannten und häufig begangenen Pilgerwegs. Über diesen von Gangotri kommenden Pilgerweg wird das Basislager erreicht. Direkt westlich liegt der 6450 Meter hohe Meru Peak, weiter westlich der 6772 m hohe Briguapanth. Nordwestlich befindet sich die dreigipflige Manda-Gruppe (6568 m).

Form des Berges

Der Shivling besteht von drei Seiten aus steilen Felswänden, nur die Westseite ist flach genug um Firnflanken zu bilden. Diese sind aber durch 500 Meter lange und ca. 100 Meter hohe Serac-Abbrüche stark zerklüftet. Er besitzt einen Zwillingsgipfel.

Name des Berges

Der Name des Shivlings bezieht sich auf den hinduistischen Gott Shiva. Der Shivling gilt als Symbol für die Schöpfungskraft Shivas. Die Form des Berges erinnert, vor allem von Norden her, an einen Linga, ein Symbol, das eng mit Shiva in Verbindung steht.

Bei ihrer Erstbesteigung des benachbarten Bhagirati III über die Südseite nannten die Briten Colin Kirkus und Charles Warren den Shivling nach seiner steilen pyramidenähnlichen Form erstmals Matterhorn Peak.

Erste Besteigungsversuche

Unter Hindu-Pilgern ist der Shivling aufgrund seines markanten Erscheinungsbildes und der Sichtbarkeit von der heiligsten Quelle des Ganges bekannt. Im Westen wurde er nach der britischen Expedition 1933 am benachbarten Bhagirati III als Matterhorn Peak bekannt. 1938 war eine deutsche Expedition unter Leitung von R. Schwarzengruber an benachbarten Bergen unterwegs. Aufgrund der Steilheit und der vielen Seracs berichteten diese von „keinen durchführbaren Routen“ auf den Shivling. In den folgenden Jahren sind keine Erstbesteigungsversuchen überliefert.

Erstbesteigung

Erst am 3. Juni 1974 wurde der Shivling von dem Inder Laxman Singh mit den Sherpas Dorje, Pemba Tharkay, Pasang Tsering und Ang Tharkay über die Westwand und den Westgrat erstbestiegen. Der Grat führt in ein Col zwischen dem Zwillingsgipfel und von diesem über ein Couloir auf den Hauptgipfel. Diese Expedition war eine Unternehmung der indisch-tibetischen Grenzpolizei. Dieser Anstieg konnte erst 1980 wiederholt werden. Heute gilt er als „Normalweg“, wobei die Route durch steile und gefährliche Séraczonen führt und in manchen Jahren nicht begehbar ist.

Quelle: wikipedia

 

Viele der besten Expeditionsbergsteiger weltweit hatten hier schon ihre Spuren hinterlassen und extreme Routen erstbegangen. Doch im Jahr 2012 führte der „Red-Bull-Athlet“ Valery Rozov (47)  aus Russland eine Aktion durch, die meiner Meinung alles bisherige an diesem Berg in den Schatten stellt.

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