Eine herausfordernde alpine Mixed Kletterei die man nicht unterschätzen sollte. Getreu meinem Motto „anspruchsvoll aber nicht lebensgefährlich“ habe ich an schweren Stellen und den Standplätzen Edelstahl-Bohrhaken gesetzt..

 

Gipfel:
Rubihorn Nordwand

Route:
Ice on the Rocks

Länge:
Ca. 430 Meter, 11 Seillängen

Schwierigkeitsgrad:
Auf Grund der im Mixedklettern sehr von den Verhältnissen abhängigen Anforderungen möchte ich keine genaue Schwierigkeitsbewertung abgeben. Die steilsten Eispassagen liegen bei 80 Grad, die Schlüsselpassagen im Fels dürften sich im sechsten bis siebten Mixed Grad bewegen.

Charakteristik:
Steile, beeindruckende und sehr abwechslungsreiche Mixedkletterei in einer herrlichen Kulisse. Im unteren Teil geht es über gefrorene Wasserfallstrukturen und kleine Felsüberhänge zum großen Schneefeld. Dieses wird von rechts nach links aufwärts durchstiegen. Im oberen Teil gelangt man nach einer langen Rechtsquerung zu einer natürlichen Linie aus Verschneidungen und Rissen, die bis zum Gratabsatz verfolgt wird.

Absicherung:
Die Standplätze und schwierige Passagen sind mit Bohrhaken ausgerüstet. Dennoch sollten zwei Eisschrauben und ein paar kleine bis mittlere Friends zur weiteren Absicherung mitgeführt werden.

Jahreszeit:                                                                                                                                                                                                                   Der Fels am Rubikon ist extrem brüchig, weshalb hier im Sommer nicht geklettert wird. Beste Bedingungen für das Mixed Klettern bieten sich deshalb im Hochwinter an, wenn der Fels und die Grasbüschel richtig durchgefroren sind.

Material:
60m Doppelseil, Helm, zwei Eisgeräte, Steigeisen zum Mixedklettern, zwei Eisschrauben,
10 Express Schlingen, 3-4 Bandschlingen, Sicherungsgerät, Erste Hilfe Ausrüstung, Ersatzhandschuhe.

Zustieg:
Von Reichenbach bei Oberstdorf bis zum Parkplatz der Gaisalpe (gebührenpflichtig). Dem für Kfz gesperrten Forstweg in Richtung Gaisalpe folgen. Nach einer kleinen Brücke kommt man aus dem Wald und erkennt links am Hang die Gastwirtschaft. Ab hier verlässt man die Forststraße und folgt geradeaus einer meist gut ausgetretenen Schneespur in Richtung der Gaisalpsee Wasserfälle.
Unter der Rubihorn Nordwand geht es steil hinauf bis zum Einstieg. Er befindet sich links der eigentlichen Wandflucht, am Ende eines Eiswasserfalles, der zum großen Schneefeld führt. Dieses ist schon von unten gut zu erkennen.

Abstieg:
Vom letzten Standplatz (Wandbuch) steigt man die steile Rinne weiter hinauf zum Grat (10m). Von hier geht es auf entgegengesetzter Seite über eine mäßig steile Schneeflanke zum Gaisalpsee hinunter. Entweder nimmt man nun den Umweg und quert einige hundert Meter zur anderen Bergseite hinüber, bis man problemlos ins Tal absteigen kann, oder man folgt dem „Schnellabstieg“ der Wasserfallkletterer. Meist vorhandene Spuren am Ausstieg der Eisroute beim Gaisalpsee erleichtern die Wegfindung. Diese Variante ist jedoch nur für Gebietskenner empfehlenswert.

Prädikat:
Alpinistisch sehr empfehlenswert!
Klettertechnisch anspruchsvoll, ausdauernd und nicht zu unterschätzen.

Direktvariante:                                                                                                                                                                         Im Januar 2014 eröffnete ich mit Nils Delenk eine Direktvariante mit dem Namen „Eis am Stiel“. Alle Infos dazu gibt es bei mir unter TOPOS.