ROUTENINFOS

Gebiet:

Tessin – Lago Maggiore – Val Verzasca

Gipfel:

Poncione d`Alnasca, 2300 m

Route:

Impronte dòrso in una storia infinita

Bedeutung:

„Bärentazen in einer unendlichen Geschichte“

Bärentatzen sind Schokoladenkekse die nach dem ersten Genuss Lust auf mehr machen. Genau so wie in der Route eine Seillänge nach der anderen richtig Spaß macht…

Länge:

Ca. 250m, 11 Seillängen

Schwierigkeitsgrad:

7b (6b obl.)

Die Seillängen im Einzelnen:

6c, 6c+, 5c, 5c, 7b, 6c+, 7b, 7a+, 6c+, 7a, 6b

Topo:

SAC Führer Ticino e Moesano

Wichtige Textinhalte sind auch auf Deutsch übersetzt

Charakteristik:

Abwechslungsreiche Gneis Kletterei in grandioser Umgebung. Es wird von Platten bis zu kleinen Überhängen alles geboten. Die Route ist mit Edelstahl Bohrhaken hervorragend gesichert und sauber. Das Ambiente unvergesslich. Ein hervorragender Einstieg in die wirklich großen und schweren Routen der bis zu 600 Meter hohen Wand.

Absicherung:

Mit Inox-Bohrhaken hervorragend ausgerüstet. Keile und Friends/Camalots werden nicht benötigt.

Material:

60 Meter Doppelseil, 15 Express, Schlingen, Helm, Abseilgerät, Trinkflasche, Windjacke, Rucksackapotheke und gutes Schuhwerk für den Zustieg. Natürlich Biwakausrüstung, da die Route an einem Tag vom Tal aus nur schwer durchzuführen ist.

Talort:

Motta im Verzasca Tal.

Zustieg zum Biwak:

Nach dem Ort „Motta“ im Versasca Tal kommt hinter einem kleinen weißen Wohnhaus ein Parkplatz auf der linken Seite. Dies ist ein Picknickplatz und bietet Möglichkeit an den Fluss zu gelangen. Am Parkplatz ist auch ein Brunnen mit Wasser.

Von hier geht man ca. 100 m Richtung Ort zurück bis zu einem privaten  Parkplatz mit Eisenkette.  Dort hindurch und dem kleinem Steig zu einem Fahrweg folgen. Den Fahrweg bis zum Beginn des Waldes entlang gehen. Hier führt ein steiler Weg gerade hinauf. Dies ist der Weg zur Alpe Rozzera. Schon nach kurzer Zeit entdeckt man  eine Steinhaus mitten im Wald. Vor diesem biegt man rechts hinauf ab. Der Zustiegsweg  ist steil, aber gut ersichtlich und immer im Schatten.

Auf einer Lichtung kommt man zu verfallenen Steinhäusern. Nach diesen geht man rechts hinauf zur schönen Alpe Rozzera. Ab hier dem Weg rechts hinauf folgen. Man befindet sich auf der linken Seite des Bachlaufes und darf auch nicht auf die andere wechseln. Zum Schluss wird es immer steiler bis man ein weiteres Steinhaus erreicht. Nun hat man es fast geschafft. Es sind noch rund  5 Minuten bis zum „Skorpion-Biwak“. Gehzeit 2,5 bis  3 Stunden vom Parkplatz aus.

Das Biwak hat Matten für vier Personen und etwas Geschirr zu bieten. Es gibt eine Feuerstelle außerhalb. Deswegen empfiehlt sich ein Feuerzeug und Grillwürste mitzunehmen! Schlafsack, Kocher und Kerzen (Licht) sollten  auch nicht fehlen.

Am Wochenende könnte es voll werden. Notfalls Isomatte mitnehmen und draußen schlafen.

Wasserstelle:

Vom Biwak wieder auf dem Weg zurück bis zum Steinhaus. Hier noch ca. 50 Meter weiter hinunter bis zu einem sichtbar krummen Baum, direkt am Weg. Ab da einem kleinen Pfad nach links hinunter folgen. Bald schon entdeckt man eine gefasste Quelle.

Weg zum Einstieg:

Der Zustieg vom Biwak zur Wand ist nicht einfach zu finden! Am Beginn folgt man dem Weg hinter dem Schlafplatz zu einer steilen Felsrampe. An  Fixseilen zuerst gerade, dann weiter links querend hinauf. Nun in Richtung der „Föpia-Wand“ bis zu dessen Wandfuß. An diesem quert man entlang. Vor der Rinne zwischen Alnasca und Föpia geht es nun ungemütlich und steil rechts hinauf. Schlechte Pfadspuren mit Fixseilen sind erkennbar. Es empfiehlt sich nicht schon vorher in die Rinne rein zu queren! Vom Biwak mind. 1 Stunde Gehzeit.

Route:

Die Route beginnt dort wo der Zustieg an die Wand der Alnasca stößt. Direkt an einem wenig ausgeprägten Pfeiler. Der Einstieg ist mit einer blaue Tonne gut erkennbar. Man befindet sich in der Nähe des markanten schwarzen Streifens, der die obere Wandhälfte durchzieht.

Die Kletterlinie ist einfach zu finden. Die beiden leichten Quergangsseillängen (3.+ 4. SL)  sind miteinander zu verbinden. Die Seillängen sind meist kurz, aber spannend. Grundsätzlich befinden sich eher zu viele Bohrhaken in der Route. Aber, was soll`s… Besser so als anders.

Abstieg:

Mit einem 60 Meter Doppelseil kann über die Route abgeseilt werden.

Anmerkung:

Allein der Zustieg ist schon abenteuerlich. Ein gutes Schuhwerk und das Gespür für abschüssige Wege sollten vorhanden sein.

Prädikat:

Landschaftlich sehr beeindruckend. Die Kletterei absolut lohnenswert!