ROUTENINFOS

Route
„ISO 2000“ 8+ – Große Zinne Nordwand

Klettergebiet
Drei Zinnen – Sextner Dolomiten – Italien

Talort
Cortina de Ampezzo – Misurina

Übernachtung
Es gibt mehrere Campingplätze in der Umgebung von Cortina, auch direkt bei Misurina vor der Mautstraße zum Rifugio Auronzo.
Die Auronzo Hütte bietet Schlafplätze und warmes Essen zu „gesalzenen Preisen.“
Man kann auch auf dem großen Parkplatz vor der Auronzo Hütte übernachten, trotzdem muss die Auffahrt am Maut-Automaten bezahlt werden.
Daran kommt man nicht mehr vorbei.

Kletterführer
Auswahlführer: „Dolomiten vertikal“ Band Nord. Zu bestellen unter: www.loboedition.de               Auswahlführer: „Alpine Sportkletterrouten“ Nördliche Dolomiten von 5c bis 8a

Charakter
Die „ISO 2000“ 8+ wird viel weniger als die bekannten Routen „Comici“ 7, „Hasse-Brandler“ 8+ oder „Phantom der Zinne“ 9/9+ geklettert. Dieser Umstand spiegelt sich in der Felsqualität wieder. In einigen Bereichen ist das Gestein immer noch „veränderungsfähig“ und daher zu prüfen. Im Zusammenhang mit der nicht sehr üppigen Absicherung sollte man sich auf ein physisch wie psychisch forderndes Unternehmen einstellen. Im Vergleich zur „Hasse Brandler“ ist die „ISO 2000“ um einiges anspruchsvoller und viel spärlicher gesichert.

Absicherung
Die Route ist mit Normalhaken und Bohrhaken im modernen Dolomiten-Stil ausgerüstet.
D. h. bis zum oberen 7. Schwierigkeitsgrad muss mit „Runouts“ gerechnet werden.

Länge und Schwierigkeitsgrad

Kletterlänge ca. 500m – 15 SL  – 8+ (8- obl.)

Die einzelnen Seillängen
5+, 7-, 7-, 7+/8-, 6+, 8+, 8-, 5+, 6-, 4, 5, 7-, 7, 5+, 5

Zugang:

Vom Parkplatz der Auronzo Hütte folgt man dem Fahrweg rechts unter den Südwänden der Großen und Kleinen Zinne bis zum Parternsattel.
Hier auf Pfadspuren bis unter die Nordwand der Großen Zinne. Auf Steinschlag achten!
Ca. 30 Minuten vom Parkplatz.

Einstieg
Der Einstieg befindet sich am linken Rand des Vorbaus unterhalb der klassischen „Comici“. Die „ISO 2000“ führt in paralleler Linie neben der erwähnten Route zuerst auf schwarzem, dann gelbem und später wieder schwarzem Fels bis zum ersten Band. Von dort geht es eine Seillänge in durch gestuftes Gelände in Richtung der großen Verschneidung. Kurz vor dem Verschneidungsgrund gelangt man in Form eines aufsteigenden Querganges links um die überhängende Kante in ein auffälliges Riss System. Diesem folgt man bis zum großen Ringband.

Abstieg
Auf dem Ringband nach rechts zum Normalweg auf die Südseite. Hier entweder weiter zum Gipfel oder direkt ins Tal abklettern. Bei Nebel, schlechtem Wetter oder Dunkelheit ist der Abstieg nicht immer einfach zu finden.
Ein Abseilen über die Route ist nur nach den ersten Seillängen wirklich möglich. Oberhalb des ersten Bandes kann ein Rückzug sehr schnell, auf Grund großer Überhänge, „im Freien“ enden.

Beste Jahreszeit
Juni bis September, sonst kann es sehr frisch in einer solchen Nordwand werden.
In den warmen Monaten darf die Gefahr der berüchtigten Dolomiten Gewitter nicht unterschätzt werden. Denn sie kommen oft völlig überraschend von der anderen Seite.

Prädikat

Nur für alpin versierte Sportkletterer mit Dolomiten Erfahrung empfehlenswert.