Der Thron zählt zweifelsohne zu den schönsten Eiswasserfällen in der Schweiz

 

ROUTENINFOS –  „Thron“  Eisfall

Gebiet:                                                                        

Averstal – Graubünden                                                                                              

Region:
Unterm Flat, 1720m

Route:
„Thron“

Kletterlänge:                                                                                                            

Ca. 250 m

Steilheit:
70°, 70°, 60°, 90°, 90°, 90°

Charakteristik:
Der „Thron“ gehört sicherlich zu den schönsten Eisfällen in der Schweiz. Seine Größe, Eleganz und Steilheit ist beeindruckend.
Die Schwierigkeit liegt in der Ausdauer und den schnell veränderbaren Bedingungen.

Absicherung:
Bis auf den ersten und letzten Standplatz fanden wir kein fixes Sicherungsmaterial vor.

Material:
50 Meter Doppelseil, 6-8 Express, ca. 10 Eisschrauben, zwei scharfe Eisgeräte, Steileis Steigeisen, mehrere Selbstsicherungskarabiner, Abseilgerät, Material zum Fädeln von Eissanduhren, zwei Bandschlingen, Helm.

Anfahrt und Zustieg:

Auf der Autobahn von Chur in Richtung San Bernhardino Pass zweigt man, der Beschilderung folgend, in das Averstal ab. Hier schlängelt sich die Straße den Berg hinauf. Zwischen den Ortschaften Innerfera und Campsut erkennt man den Thron auf der linken Seite. Eine kleine Parkbucht markiert den Ausgangspunkt.
Nach einem kurzen Abstieg in ein kleines Tal, überquert den meist verschneiten Bach und steigt auf der anderen Seite direkt unter den Wasserfall hinauf (ca. 20 Minuten).

Prädikat:
Besonders wertvoll!

Bemerkung:
Bei zu warmen Bedingungen kann es in punkto Sicherung relativ brenzlig werden.
Bereits Mitte Februar scheint nachmittags im oberen Teil die Sonne in den Wasserfall.
Nach Neuschneefällen herrscht Lawinengefahr aus dem Bereich des Berges über dem Thron.

Anmerkung:                                                                                                                  

Mitte Januar 2014 ist der Eisfall auf Grund von warmen Temperaturen eingestürzt. Tags zuvor sah man noch Kletterer in der Route.

Abstieg:
Normalerweise wird über die Route abgeseilt.
Falls keine Eissanduhren vorhanden sind, müssen welche gefädelt werden.

Führermaterial:
„Hot Ice“ Band Ost
Eiskletterführer von Urs Odenmatt, erschienen im Frühjahr 2011. Erhältlich beim Panico Verlag.