Brunecker Turm – „Ottovolante“ und „Oro e Carbone“

 

ROUTENINFOS 

Gebirge:
Dolomiten – Grödner Joch

Gipfel:
Brunecker Turm, 2523m

Route:
Nordnordostwand “Ottovolante” und „Oro e Carbone“

Länge:
Ottovolante – ca. 370m, 11 Seillängen
Oro e Carbone – ca. 340m, 10 Seillängen

Schwierigkeitsgrad:
Ottovolante 8+ (7 obl.)
6+, 6+, 7/7+, 4, 7, 8+, 7-, 7-, 7+/8-, 6+, 7-

Oro e Carbone 8 (7+ obl.)
7-, 6+, 6+, 8-/8, 7+/8-, 8, 7/7+, 7/7+, 6, 7-

Charakteristik:
Die Routen am Brunecker Turm gehören sicherlich zu den schönsten modernen Sportklettereien in den nördlichen Dolomiten. Der kurze Zu- und Abstieg, sowie der herrlich löchrige Fels mit einer für die Dolomiten ungewöhnlich guten Absicherung tragen dazu bei.

Absicherung:

Beide Routen sind vollständig mit Bohrhaken ausgerüstet, was für die Dolomiten eher ungewöhnlich ist. Dennoch können ein paar mittlere Keile und Friends/Camalots für die leichten Seillängen nicht schaden.

Zustieg:
Vom Grödnerjoch 2,3 Kilometer in Richtung Corvara hinunter bis zum großen Parkplatz des „Piscadu Klettersteiges“. Hier steht man direkt unter der Nordwand des Brunecker Turms.
Der Ausschilderung in Richtung Piscadu-Hütte bis zur ersten Weggabelung nach einem Steilstück folgen. Nun zuerst noch etwas rechts hinauf bevor man dann auf Steigspuren links unter die Wand zum Einstieg quert.
Parkplatz- Einstieg ca. 30 Min.

Abstieg:

Grundsätzlich kann man über beide Routen abseilen, was aber nicht sehr empfehlenswert ist.
Der Fußabstieg über die Gipfelhochfläche nach rechts zum Normalweg ins Tal ist einfach und schnell.
Gipfelhochfläche – Parkplatz ca. 1.00 – 1,30 Std.

Prädikat:
 
Sehr empfehlenswert!

Beide Routen bieten geniale alpine Sportklettereien wie man sie in den Dolomiten eher selten findet.
Wer sich jedoch im 7. Schwierigkeitsgrad nicht absolut sicher fühlt, sollte die Hände davon lassen. Denn die Bohrhakenabstände sind auch in diesem Schwierigkeitsgrad teilweise mehr als 5 Meter auseinander.
Die Schlüsselstelle der „Ottovolante“ stellt ein maximalkräftiges kleines Dach mit ein paar harten Zügen dar.
Bei der „Oro e Carbone“ ist mehr Ausdauerkraft und Kontinuität gefragt, weshalb mir diese Route im Gesamteindruck auch besser gefallen hat.

Tipp:                                                                                                       

Entweder sehr früh oder sehr spät am Einstieg starten. Beide Routen sind sehr beliebt und dementsprechend frequentiert.