Juli 2019

Gimpel Nordwand – Route Feuerland

Gimpel Nordwand

Viele kennen die Tannheimer Südwände, ein Kletterparadies. Schön sonniger Fels mit nicht zu langen Routen und akzeptabler bis hin zu plaisiermäßiger Absicherung. Was will man mehr. Doch leider ist deswegen an den Wochenenden auch oft sehr viel los. Ein Anstehen an den bekannten Plaisierrouten ist keine Besonderheit.

Auf der Nordseite sieht es völlig anders aus. Hier sind die Wände doppelt so hoch, der Fels kalt und nicht immer bombenfest. Selten verirren sich Kletterer in die dort bekannten Routen. Gerade mal die „Schertelplatte“ 6+ wird öfter begangen. Ansonsten bleibt es meist ruhig an den hohen Wänden des Reintales.

Auch ich habe lange gebraucht, bis ich das Potential der teils von Wasser zerfressenen Felsfluchten entdeckt habe. Der Aufwand hier eine Route einzubohren ist immens groß, weswegen ich lange zögerte. Doch irgendwann fiel der Startschuss. „Schrei aus Stein“ (eines meiner Highlights) und „Gimpelperle“ wurden bis jetzt von den wenigen Begehern als sehr lohnenswert eingestuft. Herzlichen Dank dafür.

Diesmal möchte ich die Kombination von „Schrei aus Stein“ unten und „Feuerland“ oben vorstellen. Ein Testpeace für ausdauernde Alpinkletterer, die sich im oberen 7. Schwierigkeitsgrad noch ohne größere Probleme fortbewegen. Der Anspruch ist gehoben, doch mit Bohrhaken Absicherung in einem akzeptablem Maß, so dass nichts Größeres passieren kann.

Wer die Nordwand Routen in einem etwas geringeren Schwierigkeitsgrad kennen lernen will, dem empfehle ich das „Gotische Fenster“ an der Kellespitze (6+) oder die „Schertelplatte“ (6+) am Gimpel. Gerne auch mit mir als Gebietskenner und Bergführer.

HIER geht es zum Topo von „Feuerland“

Eine kleine Klettergeschichte über die Tannheimer Nordwände gibt es HIER

Übrigens: Allein die Mountainbike Tour zur „Otto Mayr Hütte“ oder Musauer Alm ist schon ein tolles Sonntagserlebnis.