Drusenfluh Klettern „Schwarzer Diamant“

Drusenfluh Route „Unvollendet“

Mehr als 15 Jahre existierte eine unvollendete Route durch den zentralen Wandteil der Drusenfluh Südwand. Sie endete in einem kompakten Plattenpanzer, direkt unter großen Überhängen. Leider stieg der damalige Erstbegeher, Jörg Nuber, weitgehend aus dem extremen Bergsport aus, was die Weiterführung der imposanten Linie zum Erliegen brachte.

Ermunterung durch Achim Pasold

Jahre später ermunterte mich der deutsche Kletterführer Autor, Achim Pasold, dieses still gelegte Projekt wieder auf zu nehmen.  Die Idee war zwar nicht schlecht, doch der Zeitpunkt für mich sehr ungünstig. Schließlich hat man anderes zu tun als im weit entfernten Rätikon eine Bohrmaschine durch die Wand zu schleppen. Dennoch speicherte ich die Geschichte mal vorsorglich im Hinterkopf ab.

Begeistert von meiner Idee

Die Zeiten ändern sich und alte Projekte rücken auf einmal wieder in den Vordergrund. So war es auch als ich mich eines Abends rein interessehalber ans Telefon setzte, um mit J. Nuber in Kontakt zu treten. Er war sofort begeistert von meiner Idee und bestärkte mich, da der herrlich schwarze Fels im oberen Wandteil außergewöhnlich schöne Kletterei bieten würde.

Mehr als 500 Meter lange Linie

Es vergingen wiederum ein paar Saisonen bis ich die mehr als 500 Meter lange Linie in Angriff nehmen konnte. Der zeitliche, materielle und finanzielle  Aufwand war doch größer als gedacht. Denn allein für die Anreise ins Rätikon musste ich jedes Mal mindestens zwei Stunden einkalkulieren, bevor ich überhaupt mit wechselnden Sicherungspartnern und schwerem Gepäck zum Einstieg steigen konnte. Doch einmal angefangen, bleibt man auch dran. So meine Devise…

Schönheitsmaßnahmen

Nach der Vollendung der Kletterroute bis zum  Gipfel der Drusenfluh,  gab es im unteren Wandteil noch ein paar Schönheitsmaßnahmen zu bewerkstelligen. Die Verbesserung von Standplätzen, sowie die Verlegung einer Seillänge incl. Entschärfung zweier Runouts kostete nochmals Freizeit, Benzin und Kondition. Doch das Ergebnis kann sich nun sehen lassen.

Im Rotpunktstil über den „Schwarzen Diamanten“

Zu verschiedenen Jahreszeiten stieg ich dreimal im Rotpunktstil über den „Schwarzen Diamanten“ bis zum höchsten Punkt. Jedes Mal war das Erlebnis eindrücklich und sehr zufriedenstellend.

Jetzt hoffe ich, dass die direkteste  Linie durch die Drusenfluh Südwand allen Wiederholern genau so viel Spaß und Kletterfreude bereitet wie mir und meinen mich tatkräftig unterstützenden Partnern.

 

Alle wichtigen Infos gibt`s bei mir in der Rubrik TOPOS